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Hyperscale-Rechenzentrum (künstlerische Darstellung) – So könnte es aussehen. Aber das wollen wir nicht!

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Stell Dir vor: dort, wo heute Felder, Ackerflächen, intakte Wälder und ein weiter Horizont unsere Region schmücken, sollen künftig riesige Industrieanlagen, ein gewaltiges Umspannwerk und technische Großbauten entstehen.

Über Jahre hinweg würden Baustellenverkehr, Schwerlasttransporte und tiefgreifende Veränderungen das Gesicht unserer gesamten Region bestimmen. Lichtemissionen, Flächenversiegelung, Dauerlärm, Anstieg der Umgebungstemperatur und kritische Infrastruktur – ein überdimensionierter Hyperscaler. Wertvolle Naturflächen gehen verloren, Tiere werden verdrängt und unsere gewachsene Kulturlandschaft würde einem Großindustrieprojekt weichen.

Was einmal verloren ist, lässt sich nicht zurückholen!!!

Deshalb setzen wir uns für den Schutz unserer Landschaft, unserer Natur und unserer Lebensqualität ein. Nicht gegen Fortschritt – sondern für eine Entwicklung, die Mensch und Umwelt respektiert. Wir sind nicht gegen Digitalisierung. Aber wir sind gegen eine Entwicklung, bei der ländliche Räume die Belastungen tragen, während Nutzen und Gewinne anderswo entstehen.

Gemeinsam können wir ein klares Signal senden: Unser Lebensraum ist mehr wert als ein Industrieprojekt dieser Größenordnung!!! Unsere Steuergelder sollen sinnvoll eingesetzt werden – nicht um zu zerstören!

Wir sagen NEIN zum Rechenzentrum in Wittstock/Dosse OT Freyenstein und der Umgebung.

Mit meiner Unterschrift fordere ich die Stadt Wittstock/Dosse, das Land Brandenburg und die Bundesregierung auf, die Planungen für eines der größten Rechenzentren Europas in unserer Region zu stoppen.

Naturnaher Lebensraum darf nicht zu einem industriellen, energiehungrigen Hochsicherheitsstandort umgebaut werden!

Hintergrundinformationen

Am 20. und 21.04.2026 stellten die Unternehmen Serban DC GmbH und Noya Generalplanung & Projektmanagement GmbH ihre Planungen öffentlich vor. Vorgesehen ist ein gigantischer Rechenzentrumskomplex mit bisher ungekannten Dimensionen für Europa, Deutschland und vor allem für unsere Region.

Planungsdaten

In Planung sind auf einer Fläche von 1,44 Millionen m² Ackerland (200 Fußballfelder):

 

    • ein neues Umspannwerk: ca. 230.000 m² (33 Fußballfelder),
    • unter anderem 20 Serverhäuser, jeweils mindestens 27 m hoch (8 m über der sichtbaren Waldkante),
    • dazu kommen hohe Schornsteine
    • plus eventuelle Sicht- und Schallschutzwände,
    • Gesamtleistung: 1.008 MW,
    • IT-Leistung: 700 MW (Mehr als die Großstadt München mit 1,5 Mio. Einwohner benötigt.),
    • zum Vergleich: Im Bau befindliche und geplante RZs in Wustermark, Lübbenau, Nauen haben jeweils rund 200 MW Anschlussleistung.
    • Gesamtbauzeit: über 13 Jahre,
    • Investitionsvolumen: insgesamt rund 25 Milliarden Euro.

Unsere größten Bedenken

CO₂- Ausstoß und Lärmbelästigung durch Notstrombetrieb

Da ein Rechenzentrum in dieser Dimension kritische Infrastruktur ist, wird der Notstrombetrieb für 72 h abgesichert werden. Hierfür notwendige Aggregate müssen bis zu 12 Mal im Jahr getestet werden. Einmal im Jahr wird ein kompletter Blackout simuliert.

Unseren Rechnungen zufolge würde bei der derzeit üblichen Nutzung von Dieselaggregaten für die Netzersatzanlagen 350 Stück à 2.000 kW benötigt. Für den Probelauf würden knapp 5000 Liter Diesel am Tag verbraucht werden. Sollte es zu einem kompletten Stromausfall kommen, müssen alleine für drei Tage 10 Mio. Liter Diesel bevorratet werden. Damit können 200.000 Autos (ausgehend von einem 50 l-Tank) betankt werden. Die Absicherung des Projektes mit Biogas oder Batteriespeichern dürfte wohl kaum umsetzbar sein. Notstromaggregate sind sehr laut und Abgase werden die Luft verpesten.

Wasser und Natur sind in Gefahr

Brandenburg leidet bereits heute unter Wasserstress und sinkenden Grundwasserständen. Große Industrieanlagen mit erheblichem Kühl- und Energiebedarf verschärfen diesen Druck zusätzlich. Freyenstein steht auf einem Moor. Wird weiteres Grundwasser entzogen oder durch Bauarbeiten ins Erdreich eingegriffen, verliert der Boden seine natürliche Funktion als CO₂-Speicher und die Haltestruktur der Gebäude geht verloren. Versiegelte Flächen zerstören natürliche Bodenfunktionen, vermindern die Grundwasserneubildung und verändern dauerhaft das Landschaftsbild.

Ein natürlicher Lebensraum für Tiere geht verloren. Sie werden durch die Licht- und Geräuschemission in andere Bereiche verdrängt. Auch dem angrenzenden Wald kann das Wasser entzogen werden. Das verstärkt das ohnehin schon vorhandene Waldsterben.

Abwärme kann nicht im gesetzlich geforderten Umfang genutzt werden – Veränderung des Mikroklimas

Nahezu die gesamte IT-Leistung wird in Wärme umgewandelt. Mit der Abwärme könnten mehr als 350.000 Haushalte beheizt werden. Die gesamte Stadt Wittstock hat weniger als 10.000 Haushalte auf einer Fläche von 417,20 km². Ein Fernwärmenetz? Undenkbar. Die Abwärme wird an die Umgebung abgegeben. Das wäre so, als würden 350.000 Haushalts-Heizlüfter (2kW) gleichzeitig auf Volllast laufen. Die Umgebungstemperatur wird merkbar ansteigen. (Studie dazu hier: https://arxiv.org/pdf/2603.20897)

Dauerhafte Veränderung der Region

Das Vorhaben bedeutet:

 

    • jahrelangen Baustellenverkehr,
    • Schwerlasttransporte durch die Region,
    • erhebliche Schäden der (auch historischen) Baustruktur,
    • Lärm- und Lichtemissionen (Wird der Sternenhimmel noch zu sehen sein?),
    • technische Großstrukturen mitten in einer sensiblen Kulturlandschaft,
    • dauerhafte Veränderung des Umfeldes – optisch, infrastrukturell und gesellschaftlich,
    • Wegzug von Familien,
    • Sinken der Immobilienpreise,
    • Zerstörung vorhandener touristischer und gesellschaftlicher Strukturen,
    • tägliche Abgase der Testläufe der Notstromaggregate verpesten die gesunde Landluft!

Kritische Infrastruktur und Sicherheitsfragen

Ein Rechenzentrum dieser Dimension zählt zur kritischen Infrastruktur. Dazu gehören:

 

Die weiteren Auswirkungen auf Bevölkerung, Landschaft und kommunale Entwicklung wurden bislang nicht ausreichend berücksichtigt und erforscht.

Fehlender regionaler Nutzen

Dem enormen Flächen- und Ressourcenverbrauch stehen vergleichsweise wenige dauerhafte Arbeitsplätze gegenüber. Finanzielle Zusagen konnten nicht genannt werden.

Viele zentrale Fragen bleiben offen:

 

    • Wer profitiert?
    • Wie viel Wasser wird für die Baustellenphase und den laufenden Betrieb benötigt?
    • Wer ist die Betreiberfirma? Oder sind es gar mehrere?
    • Welche Kosten entstehen langfristig für Kommunen und Steuerzahler?
    • Wer finanziert Infrastruktur-Folgen?
    • Welche Auswirkungen entstehen für Landwirtschaft, Tourismus und Wohnqualität?
    • Was sind weitere Auswirkungen auf die Naturräume?
    • Was geschieht mit dem aus EU-Mitteln finanzierten Fahrradweg?
    • Es wurde von einem ganzen Rechenzentrums-Campus gesprochen. Doch welche Forschungs-/ Bildungseinrichtung wird sich denn auf dem Freyensteiner Acker im Brandenburger Nirgendwo niederlassen?
    • Dürfen wir Wasser nur noch zu bestimmten Tageszeiten nutzen wie beim Tesla Werk?
    • Welchen gesundheitlichen Risiken wird die Bevölkerung ausgesetzt?

Wir fordern

 

    • einen sofortigen Stopp der Planungen!!!
    • unabhängige Untersuchungen zu Wasser, Umwelt und Infrastruktur,
    • vollständige Transparenz aller Gutachten und Verträge,
    • echte Bürgerbeteiligung vor weiteren Entscheidungen,
    • den Schutz von Landschaft, Natur und Lebensqualität,
    • dass das Leben in der Nähe eines Industriegebietes freiwillig bleiben muss!

Eine kleinere Version macht auf unserem Acker auch keinen Sinn!

Wir sind dafür, dass:

 

    • Rechenzentren genau geplant und die gesellschaftlichen Risiken von KI hinterfragt werden.
    • Rechenzentren dezentral auf bereits versiegelten Flächen angelegt werden, nur auf Gewerbeflächen nahe passender Wärmeversorgungsnetze und Infrastruktur aber nicht auf dem Acker!
    • Wildwuchs durch reine Subventionspolitik verhindert wird.
    • unsere Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden – nicht um unsere Natur und unseren Lebensraum zu zerstören!“

Wittstock/Dosse darf nicht zum Experimentierfeld internationaler Großinvestoren werden. Wir müssen die Planungen schon vor dem Einreichen des Bauantrages stoppen!

Diese Petition ist ein klares Signal:

Unsere Heimatregion ist mehr wert als ein Industrieprojekt dieser Größenordnung!

 


 

Stellen wir uns vor, wir stehen am Rand eines Feldes. Der Wind streicht durch das Getreide, irgendwo ruft ein Vogel. Und dann ziehen wir gedanklich einen Kreis, 1100 Meter weit. Ein Puffer, sagt man. Ein Abstand. Doch wofür eigentlich?
Auf rund 144 Hektar Ackerland, das sind etwa 200 Fußballfelder, soll etwas entstehen, das man nicht wachsen sieht wie Roggen oder Raps: ein Rechenzentrum. Dazu ein eigenes Umspannwerk, 23 Hektar groß, noch einmal so viel Fläche
wie 33 Spielfelder. Die Gebäude selbst werden etwa 60 Hektar einnehmen, doppelt soviel wie die gesamte Fläche innerhalb der Stadtmauer von Wittstock.
Und dann stellen wir uns diese Gebäude vor: etwa 20 an der Zahl, jedes rund 25-27 Meter hoch, Gebäudehöhen deutlich oberhalb der Baumkante, weit sichtbar und prägend. Wo heute der Horizont flach ist, würde er plötzlich Kanten bekommen.
Die geplante Leistung liegt bei 1008 Megawatt Zum Vergleich: Eine Stadt wie München verbraucht rund 700 Megawatt. Man könnte sagen, hier entsteht kein „Dorf“projekt, sondern ein Koloss aus Energie und Daten.

Doch jede Baustelle hat ihre eigene Jahreszeit, nur dass diese hier mindestens 13 Jahre dauern könnte. 13 Jahre Lärm, Staub, mehr Verkehr auf den Straßen, die eigentlich für Traktoren gebaut wurden, nicht für endlose Kolonnen schwerer Fahrzeuge. Ein langer Sommer der Unruhe, der sich durch alle Jahreszeiten zieht.
Und wer pflanzt diesen „Baum“ eigentlich? Der Betreiber ist nicht benannt. Es könnte vieles sein, ein Unternehmen, ein Konsortium, vielleicht etwas ganz anderes. Wenn man nicht weiß wer sät, wie kann man denn wissen, wer erntet? Vielleicht ist es wie mit einer Wolke, die am Himmel aufzieht. Von Weitem wirkt sie harmlos, fast unscheinbar. Doch sie kann Schatten werfen, Regen bringen oder ein Gewitter. Ist der Abstand von 1100 Meter ein Schutzstreifen, oder eher ein gedanklicher Zaun, der uns beruhigen soll? Wenn aus Feldern Flächen werden und aus Landschaft Infrastruktur, wer
entscheidet, was hier wächst? Freyenstein steht nicht nur neben einem Feld. Es steht davor, sich zu fragen: Wem
gehört die Zukunft, und wer trägt ihre Folgen?

 

Wir sagen NEIN zum Rechenzentrum in Wittstock/Dosse OT Freyenstein und der Umgebung. Unser Lebensraum ist nicht verhandelbar!

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